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Kürzlich hat die australische Bundespolizei drei Hafenarbeiter festgenommen, die an den Sydney Docks, dem größten Containerterminal des Landes, arbeiteten und glaubten, es handele sich um „vertrauenswürdige Hafeninsider“, die einem Drogensyndikat beim Drogenschmuggel nach Australien behilflich waren. Vor den Festnahmen beschlagnahmte Australien außerdem 506 Kilogramm Kokain mit einem geschätzten Wert von über 100 Millionen US-Dollar sowie große Bargeldsummen aus den Häusern der Hafenarbeiter.

Die am vergangenen Wochenende vorgenommenen Festnahmen gehen auf eine fünfmonatige Untersuchung einer behördenübergreifenden Task Force, darunter auch der Polizei, zurück, die sich gegen eine kriminelle Gruppe richtete, die große Mengen Drogen in das Land importierte. Die Polizei berichtete, dass die mutmaßlichen Schmuggler im Hafen Insiderhilfe erhielten. Vor den Festnahmen erhielt die Task Force Informationen darüber, dass im Hafen ein Importcontainer entladen und zum Hafenhof transportiert wurde, wo die Schmuggler eine große Menge Kokain aus dem Container entfernen wollten. Der Container, der vermutlich aus Europa stammte, enthielt legal deklarierte Importware, die Medikamente waren im Unternehmen versteckt. Hafenarbeiter sollten die Drogen entfernen, bevor sie den leeren Container auf die Werft zurückbrachten. Am Sonntag, dem 31. August Ortszeit, beobachtete die Polizei bei der Überwachung des Hafenbetriebs, wie ein Gabelstaplerfahrer den Zielcontainer bewegte und offenbar versuchte, in einen bestimmten Container einzudringen. Kurz darauf erschien ein zweiter Hafenarbeiter mit einer Tasche und betrat den Zielcontainer. Als der Mann festgenommen wurde, berichtete die Polizei, dass die Tasche ein Brecheisen, einen Winkelschleifer, Gehörschutz, eine tragbare Lampe und andere Handwerkzeuge enthielt. Eine Untersuchung ergab, dass der Mann mit den Werkzeugen eine falsche Wand an der Rückseite des Containers durchschnitten hatte. Als die Polizei die falsche Wand entfernte, entdeckte sie 506 mit Bleifolie bedeckte Kokainblöcke. Zwei Gabelstaplerfahrer und ein weiterer Hafenarbeiter wurden festgenommen und wegen Beihilfe zur Einfuhr illegaler Drogen angeklagt. Medienberichten zufolge drohen ihnen im Falle einer Verurteilung lebenslange Haftstrafen. Bei einer Durchsuchung der Häuser von zwei der Männer wurden über 216.000 US-Dollar in bar gefunden.


