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Die Überlastung des Hafens von Singapur lässt langsam nach: Offiziellen Daten zufolge sank die Zahl der ankommenden Containerschiffe im vergangenen Monat auf den niedrigsten Stand seit über einem Jahr.
Nach Angaben der Maritime and Port Authority of Singapore (MPA) lagen die Schiffsankünfte im Juni hinsichtlich der gesamten Schiffstonnage bei etwa 241 Millionen Tonnen, 10 % weniger als im Mai und der niedrigste Wert seit Februar 2023.
Auch der Containerumschlag am asiatischen Schifffahrtsknotenpunkt sank im Juni gegenüber dem Vormonat um 5 Prozent auf 3,4 Millionen TEU. Dies deutet erneut darauf hin, dass sich die Blockade im Seeverkehr, die durch die Umleitung von Schiffen aus dem Roten Meer infolge der Angriffe der Huthi-Streitkräfte verursacht wurde, langsam entspannt.
Es wird davon ausgegangen, dass sich die durchschnittliche Wartezeit im Hafen auch aufgrund der jüngsten Maßnahmen des Hafens von Singapur verkürzt, zu denen auch die Wiederinbetriebnahme einiger Liegeplätze und Werftflächen gehört.
Insgesamt liegt der Containerumschlag Singapurs im ersten Halbjahr 2024 laut MPA-Daten immer noch 6,4 % höher als im gleichen Zeitraum des Vorjahres
Der Rückgang der Zahlen im Juni ist teilweise darauf zurückzuführen, dass einige Schiffseigner ihre Ladung in malaysischen Häfen entladen oder auftanken, um Verzögerungen zu vermeiden. Wegen der anhaltenden Angriffe im Roten Meer fahren die Schiffe weiterhin südlich von Afrika und legen daher nicht in Häfen im Nahen Osten an.
Auch die Schiffskraftstoffverkäufe Singapurs gingen im Juni zurück, wobei der Verbrauch im Vergleich zum Vormonat um 11 % auf 4,27 Millionen Tonnen sank, aber im Vergleich zum Vorjahreszeitraum immer noch um 8,7 % stieg, wie aus Daten des MPA hervorgeht.

